Nepals Geschichte

Nepals frühe Geschichte

  • Nepals Geschichte fand zunächst hauptsächlich im Kathmandu Tal statt
  • das Tal war früher einmal ein großer See, der nach einem Erdbeben verschüttet worden ist
  • viele nachfolgende Einwanderer verschiedener Volksgruppen kultivierten das Land
  • die „Newar” – das im Kathmandu-Tal neu entstandene Mischvolk, wurden zu wahren Meistern der Architektur und Schnitzerei
  • es entwickelte sich mehr und mehr eine ausgeprägte Handwerkskunst
  • vermutlich 200 Jahre v.Chr. hielt der Buddhismus in Nepal Einzug, konnte sich aber dem Hinduismus gegenüber nicht durchsetzen
  • 7. Jahrhundert: Der typische Pagoden-Stil trat seinen Siegeszug vom Kathmandu-Tal nach China und Japan an, Nepals Besiedlung dehnte sich auf den Süden aus – auf das „Terai” und das Gebiet um Lumbini (Geburtsort des Siddharta Gautama – des historischen Buddha)
  • Nepal baut seinen Handel mit Indien und Tibet zunehmend mehr aus, was dem Königreich zu Wohlstand verhilft
  • 1300-1792: Malla-Dynastie, die nepalesische Architektur ist auf ihrem Höhepunkt
    mit den 3 Königreichen – Kathmandu, Patan und Bhaktapur
  • 1768: die 3 Königreiche werden von einem Gurkha Herrscher geeint
  • auf die Malla-Dynastie folgt die Ära der Sha-Könige, Nepal wächst territorial
  • 1814: gerät Nepal in den Konflikt mit der Britisch-Ostindischen-Kompanie und es kommt durch Territorialstreitereien zum Gurkha-Krieg
  • 1816: wird dieser mit dem Vertrag von Sugauli beendet und Nepal muss Sikkim und Teile des Terai an das Britisch regierte Indien abtreten
  • es kommt zur dauerhaften Einrichtung einer britischen Vertretung in Kathmandu
  • Britische Regierung hat nun das Recht, nepalesische Soldaten – die Gurkhas – anzuwerben
  • Nepal wird britischer Schutzstaat mit innenpolitischer Unabhängigkeit
  • 1846 kommt es durch Jang Bahadhur Rana zu einem blutigen Massaker -
    die Ran-Familie entmachteten so die Shan-Könige
  • J.B.Rana führte ein neues Regierungssystem ein, in dem das Amt des Ministerpräsidenten erblich ist, der König hatte nur noch formell die Macht, die alleinige Herrschaft über Nepal der Premierminister

Nepals jüngste Geschichte

  • 1951: König Tribhuvan besteigt den Thron, führte damit die nepalesische Thronfolge wieder ein
  • 1959: erste parlamentarische Wahlen unter König Mahendra
  • 1962: tritt eine neue Verfassung in Kraft, die dem jeweiligen König die absolute Macht verleiht
  • 1972: übernimmt König Bihendra die Regierungsgeschäfte
  • 1991: Einführung einer konstitutionellen Monarchie und Beginn einer Parlamentarischen Demokratie in Nepal
  • 1995: beginnen die Maoisten (Kommunistische Partei Nepals) den bewaffneten Widerstand erneut – sie wollen die Abschaffung der Monarchie und die Ausrufung einer Republik
  • es beginnt ein fast 12-jähriger Bürgerkrieg mit über 12.000 Toten und über 100.000 Flüchtlingen
  • 1. Juni 2001: wird die gesamte Königsfamilie durch Prinz Dipendra erschossen, der dem folgenden Selbstmord 3 Tage später erliegt
  • Prinz Gyanendra wird sofortiger Thronfolger und neuer König
  • 11/2001: es kommt zu schweren Auseinandersetzungen zw. Regierung und Maoisten – über 100 Menschen werden getötet
  • 11/2001: König Gyanendra ruft den Ausnahmezustand aus
  • es kommt in den folgenden Monaten zu erbitterten Kämpfen zw. der Armee und den maoistischen Rebellen mit Hunderten von Toten
  • 2002: löst König Gyanendra das Parlament auf, entlässt den Premierminister
  • 2005: wird der Ausnahmezustand durch internationalen Druck wieder aufgehoben, Nepal bleibt aber innenpolitisch instabil
  • 4/2006: Parlament wird von König Gyanendra wieder eingesetzt, das wenig später die Macht des Königs einschränkt
  • 11/2006: Aufstand der Maoisten wird offiziell beendet
  • Ende 2006: kommt es zur Unterzeichnung eines Friedensvertrages zw. Regierung und Maoisten
  • 01/2007: neue Verfassung (Interimsverfassung) wird verabschiedet – die Maoisten sind nun im Parlament vertreten
  • Vereinte Nationen überwachen die innenpolitischen Geschehnisse (Waffenstillstandsabkommen und Verlauf der Wahlen)
  • 04/2007: Interimsregierung mit Maoistenbeteiligung
  • 04/2008: Maoisten gewinnen die Wahlen, haben jedoch keine Absolute Mehrheit,dies zwingt sie zur Koalition
  • 05/2007: Nepal wird Republik, die Monarchie wird abgeschafft
  • 21. Juli 2008: Ram Baran Yadav wird erster Präsidenten der Republik Nepal
  • Nepals Regierungssituation bleibt schwierig
  • 15.08.2011: Ministerpräsident Jhalnath Khanal musste zurücktreten, die Verhandlungen für einen Nachfolger dauerten 2 Wochen, da jede der 3 Parteien im Parlament die Führung für sich beanspruchte
  • 29.08.2011: Der Maoist Baburam Bhattarai ist der neue Regierungschef Nepals, der 4. Premierminister in 4 Jahren – Sein Ziel ist es eine neue Verfassung aufzustellen und den Friedensprozess in Nepal voranzubringen.
  • 19.11.2013: Neuwahlen - Zweite Verfassungsgebende Versammlung gewählt, die als Parlament fungiert
  • 10.02.2014: Sushil Koirala (Nepali Congress) wird Premierminster
  • 25.04.2015: Schwerstes Erdbeben seit über 80 Jahren mit 7,8 auf der Richterskala erschüttert Nepal
  • 12.05.2015: Zweites schweres Erdbeben mit 7,2 auf der Richterskala
    9.000 Menschen kommen ums Leben, viele Tausende werden verletzt, mehrere Millionen verlieren ihr Zuhause, Infrastruktur wird schwer in Mitleidenschaft gezogen, bedeutenden Kulturgüter werden beschädigt oder zerstört
  • 20.09.2015: Die neue Verfassung wird nach jahrelangen Verhandlungen verabschiedet. Sie gibt dem Land ein förderales System mit 7 Provinzen.
  • 28.10.2015: Mit Bidhya Devi Bhandari wird erstmals eine Frau Präsident Nepals.
  • Streit um Nepals neue Verfassung – insbesondere die Tharu und Madhesi laufen dagegen Sturm – führt zu einer 135 Tage dauernden Grenzblockade zu Indien und Dutzenden Toten.
    Treibstoff- und Nahrungsmittellieferungen sind blockiert.
  • Febr. 2016: Ende der Grenzblockade

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen.

Ich stimme dem Einsatz von Cookies auf dieser Seite zu.